Über uns

Mag. Gregor Widholm und
Dipl.-Ing. Dr. techn. Wilfried Kausel

ARTIM – Highend Tools für den Instrumentenbau. 

 

DIE VORGESCHICHTE 

Es war der 5. Oktober 1989 in Strbske Pleso, einem winzigen, in 1500 m Seehöhe malerisch an einem Gebirgssee gelegen Kurort – mitten in der Hohen Tatra.
Wir waren die einzigen Gäste im Ort und in einem direkt am See gelegenen und eben erst fertig gestellten Hotel untergebracht. Die tschechoslowakischen Gastgeber hatten es irgendwie geschafft, trotz Eisernen Vorhangs für Kolleg/innen aus Schweden, Ost- und Westdeutschland sowie Österreich eine Einreisegenehmigung für einen von ihnen veranstalteten „Akustik-Kongress“ zu erhalten. Draußen schneite es und wir alle hatten das Gefühl als würde die Zeit still stehen.
In Gesprächen über die neuesten technologischen Entwicklungen wusste ich plötzlich: Jetzt ist die Zeit reif, um die Resultate unsere Arbeit den Instrumentenbauern als modernes „Computer-Werkzeug“ zur Verfügung stellen und damit für die Praxis nutzbar machen zu können. Von diesem magischen Moment an ließ mich dieser Gedanke nicht mehr los. | G.W.

 

DIE PROTAGONISTEN

Gregor Widholm, Musiker mit hoher Affinität zur Technik.

1948 geboren, studierte er Konzertfach Horn an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Elektrotechnik an der technischen Universität Wien. Von 1971 – 2007 war er Mitglied des Orchesters der Wiener Volksoper. 1980 bekam er die Chance ein Institut für Musikalische Akustik (Wiener Klangstil) aufzubauen.

1982 entwickelte er eine Messanordnung zur Eingangs-Impedanzmessung an Blechblasinstrumenten auf analoger Basis. 1988 folgte eine Hybridversion, bei der die analogen Daten mit einer Datenerfassungskarte in einen Computer eingelesen wurden. Das große Interesse von Instrumentenbauern an einem System zur objektiven Qualitätsbeurteilung motivierte ihn 1989, ein auch für Laien bedienbares System zu entwickeln. Die Idee für BIAS war geboren. Bis daraus ein zeitgemäßes, breit einsetzbares Werkzeug für den Instrumentenbau wurde, dauerte es zwar noch einige Jahre, doch 1993 konnte das erste serienreife System ausgeliefert werden. Seither wurde die Software in mehr als XX Updates immer weiter optimiert und ist heute ein Standard in der Diagnose und Therapie von Musikinstrumenten.

Wenn Sie mehr über Gregor Widholm und seine Motivation als Forscher und Musiker erfahren möchten, klicken Sie hier.

Wilfried Kausel, Naturwissenschaftler und „beinahe-Musiker“.

Geboren 1957, studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität Wien und Bass an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Inhaber von 21 internationalen Patenten und Schöpfer des „Optimierers“ und der „VIAS-Software“.

1997 wurde er Teil des Forschungs- und Entwicklungsteams an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, das später als ein University-Spin-Off die ARTIM GmbH gründen sollte. Vorher in der Entwicklung von CMOS Schaltkreisen für die Telekommunikation tätig, brachte er sein Knowhow in der Computer-Optimierung von Filtereigenschaften in das BIAS Projekt ein. Bald darauf gab es dann die erste Version des Optimierungsprogrammes für Blechblasinstrumente, in dem man gewünschte Qualitätsparameter vorgeben und exakte Anweisungen für den Bau eines neuen oder für nötige Anpassungen eines bestehenden Instruments erhalten konnte.
Die VIAS Software war als Werkzeug für die wissenschaftliche Forschung an Blasinstrumenten und später auch an Streichinstrumenten konzipiert. Es benützt teilweise dieselbe Hardware wie die BIAS Software, richtet sich aber an technisch versiertere Benutzer mit wissenschaftlicherem Zugang.

 

Alexander Mayer, Techniker mit Liebe zum Instrumentenbau

Geboren 1974, gleich nach dem Schulabschluss an der HTLBLA Wien10 / Nachrichtentechnik kam er an unser Institut. Neben den Tätigkeiten an der MDW schnupperte er an der TU Wien in das Elektrotechnik-Studium. Sein Diplom in Technisches Projekt- und Prozessmanagement erwarb er an der FH-Campus Wien. Bis heute ist er als Laborleiter des Instituts für musikalische Akustik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien tätig. Als Ausgleich widmet er sich privat dem Saiteninstrumentenbau.

Er war von Anfang an in die Entwicklung der mechanischen und elektronischen Komponenten der BIAS-Systeme eingebunden. Der BIAS-Messkopf in seiner heutigen Form ist größtenteils sein Werk. Bei VIAS FOR STRINGS stammen die verschiedenen Anregungsmechaniken und die dazu passende Elektronik von ihm.